Zum elften Jahrestag der Ermordung von Boris Nemzow gab Zhanna Nemzowa der deutschen Zeitung WELT AM SONNTAG ein Interview. Darin sprach sie über ihre Erinnerungen an den Tag des Mordes, über die Lage der russischen Opposition, politische Emigration sowie über den Stand der Aufklärung des Verbrechens.
Zhanna Nemzowa bezeichnete die Annexion der Krim im Jahr 2014 als „Punkt ohne Wiederkehr“ und betonte, dass sich der Druck auf die Opposition in Russland danach weiter verschärft habe. Mit Blick auf die Entscheidung ihres Vaters, trotz der Risiken in Russland zu bleiben, sagte sie:
„Er wollte bis zum Ende kämpfen. Das erinnert an Nawalny. Solche Menschen wissen, was sie riskieren – auch wenn sie hoffen, dass es gut ausgeht.“
Im Interview geht es zudem um das Fehlen einer politischen Öffentlichkeit in Russland, die Situation oppositioneller Politiker sowie um die Arbeit der Boris-Nemzow-Stiftung für Freiheit, die 2024 von den russischen Behörden als „unerwünschte Organisation“ eingestuft wurde.
Das vollständige Interview ist auf der Website von WELT veröffentlicht.